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Anwendung | Zubereitung von Mokka | Rezept

Wie bereitet man Mokka zu?

Wie bereits erwähnt, handelt es sich beim Mokka ja eigentlich um die älteste Zubereitungsform von Kaffee auf der Welt. Für das leckere Heißgetränk wird der staubfein gemahlene Kaffee in einer traditionellen Stielkanne (auch Cezve, Ibrik oder Briki genannt) mit Wasser aufgegossen und aufgekocht. Dadurch entsteht Schaum an der Oberfläche, der dann in kleinen Mokkatassen abgeschöpft wird. Der restliche Kaffee wird dann nochmals aufgekocht und mit dem Kaffeesatz in die Tasse gegossen.

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Übrigens: Früher wurde der Mokka in der offenen Glut oder auf heißem Sand zubereitet. So soll der Kaffee einen ganz besonderen Geschmack erhalten. Mittlerweile hat man sich aber für das Erhitzen am normalen Elektroherd entschieden.

Arabischer Mokka

Der arabische Mokka wird in der Regel heiß und ungesüßt serviert. Dafür wird die staubfeine Mahlung mit Wasser und unterschiedlichen Gewürzen unter Rühren in einem Topf erhitzt. Du kannst den Topf vom Herd nehmen, sobald die Mischung aufwallt und Schaum entsteht.

Türkischer Mokka

Die Zubereitung von türkischem Mokka ist von Region zu Region beziehungsweise von Familie zu Familie unterschiedlich. Das extra fein gemahlene Kaffeepulver wird mit Zucker in einem Kupferkessel, der Ibrik, gegeben und dort mit Wasser aufgegossen. Danach wird der Kaffee unter ständigem Rühren so lange erhitzt, bis sich der Zucker darin vollständig aufgelöst hat.

Wichtig: Der Mokka darf nie zu stark kochen, da zu viel Hitze den Kaffee verbrennt und er dadurch bitter wird.

Entferne den Schaum an der Oberfläche, sobald der Mokka das erste Mal aufkocht. Auch beim türkischen Kaffee wird dieser dann in eine Tasse gegeben. Der restliche Kaffee wird ein zweites Mal aufgekocht, bevor er in die gleiche Tasse gegossen wird. Die richtige Temperatur zum Trinken hat das Heißgetränk erreicht, sobald sich das Pulver komplett am Boden abgesetzt hat.

Wusstest du, dass eine stabile Schaumschicht des Mokkas den türkischen Männern zeigen soll, ob die Köchin bereit für eine Hochzeit ist?

Griechischer Mokka

Für den griechischen Mokka wird normalerweise ein Mokka-Kocher, griechisch auch Briki genannt, verwendet. In der Regel wird der griechische Mokka wie der türkische Mokka zubereitet. Wasser und Kaffee werden in das Briki gefüllt und je nach Belieben Zucker hinzugefügt. Die Flüssigkeit wird dann bis zum Aufwallen des Kaffees erhitzt.

Bei einem guten griechischen Mokka, darf der Schaum beim Einfüllen in die Tasse nicht zerstört werden.

Italienischer Mokka

Für die Spezialität aus Italien wird vorgeheiztes Wasser in den Wasserbehälter gefüllt. Danach füllst du genau so viel Kaffee ein, dass der Filter gefüllt ist. Wichtig: Das Pulver nicht festdrücken! Nun die Mokkakanne auf die Herdplatte stellen und langsam erhitzen, bis durch das nach oben tretende Wasser ein Geräusch entsteht. Jetzt ist der Kaffee fertig und kann in eine Espresso-Tasse gefüllt werden.

Wiener Mokka

Der Wiener Mokka wird aus vollmundigen, dunkel gerösteten Kaffeebohnen in einer ganz normalen Espressomaschine hergestellt. Früher wurde das Heißgetränk allerdings in einer Seihkanne oder auch in einer Karlsbader Kanne zubereitet. Für den kleinen Schwarzen werden in etwa 7 bis 8 Gramm Kaffeepulver verwendet.

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Übrigens: Bestellst du in Wien einen Großen Schwarzen, erhältst du einfach die doppelte Menge an Kaffee.

Was ist der Mahlgrad?

Um den besten Kaffee genießen zu können, ist der richtige Mahlgrad bei der Kaffeezubereitung entscheidend. Perfekt gemahlener Kaffee sorgt für einen angenehmen und runden Geschmack, durch welchen die Aromastoffe bestens entfaltet werden. Eine falsche Einstellung des Mahlgrades kann zu einem bitteren oder wässrigen Kaffeegeschmack führen. Der Kaffee kann dann nämlich nicht optimal extrahiert werden, wodurch der ursprüngliche Geschmack zerstört wird.

Beim Mokka-Kaffee sollte der Mahlgrad noch feiner sein als beim Handfiltern – nämlich staubfein. Wir empfehlen daher Mahlstufe 1.

Wichtig ist, das Kaffeepulver NICHT anzudrücken. Dadurch tut sich das Wasser nämlich extrem schwer durch den Kaffee zu kommen. Das Ergebnis wäre ein bitterer und kantiger Geschmack.

Was braucht man für die Zubereitung von Mokka?

Damit du den perfekten Mokka auch daheim zubereiten kannst, benötigst du zunächst einmal das richtige Kaffeepulver. Richtig fein gemahlenen türkischen oder arabischen Kaffee erhältst du garantiert beim Türken oder in einem arabischen Supermarkt. Dort ist der Mokka bereits fein gemahlen und luftdicht verpackt. Mit Sicherheit kannst du dort auch die langstielige Kanne, auch Cezve oder Ibrik genannt, kaufen.

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Wenn du jetzt noch ein wenig Vorwissen und ein geschicktes Händchen hast, kann der perfekte Kaffeegenuss kommen!

Wenn du einen türkischen oder griechischen Kaffee möchtest, benötigst du natürlich noch Zucker zum Süßen. Den “Türk Kahvesi” kannst du übrigens in folgenden Ausführungen bestellen:

  • Sade – Ohne Zucker
  • Az Sekerli – Leicht gesüßt
  • Orta – Mittelsüß
  • Sekerli – Mit viel Zucker

Tipps & Tricks für die Zubereitung von Mokka

Eines vorweg: Die Zubereitung von Mokka sollte unbedingt erlernt sein. Damit dir der Inhalt deiner Mokka-Tasse auch ein wahres Geschmackserlebnis bieten kann, solltest du einige Tipps und Tricks bei der Zubereitung beachten.

Wichtig ist, dass du die Mischung während des Erhitzen mit einem Holzlöffel umrührst, damit sich an der Oberfläche Schaum bilden kann.

Du solltest zudem die Flüssigkeit in der Kanne nicht zum Kochen bringen, dadurch könnten nämlich wichtige Aromen verbrennen. Wenn der Kaffee in der Kanne in den oberen Bereich fließt, solltest du sie von der Herdplatte nehmen. Denn dann reicht die Resthitze aus, um das Wasser von unten nach oben durch das Kaffeepulver zu drücken. Bevor du den fertigen Mokka in eine Tasse gibst, solltest du den Kaffee unbedingt umrühren, damit eine gleichmäßige Flüssigkeit entstehen kann.

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Serviertipp: Genieße den leckeren Mokka in einer vorgewärmten Tasse – diese rundet den Geschmack perfekt ab!

Um einen leckeren und vollmundigen Mokka zu erhalten, ist die richtige Dosierung des staubfeinen Kaffeepulvers von großer Bedeutung. Normalerweise nimmt man zwei Teelöffel Mokkapulver und ein bis eineinhalb Teelöffel Zucker.

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Unser Lieblingsrezept für arabischen Mokka

So simpel und doch so gut! Der arabische Mokka ist der Klassiker und überzeugt garantiert jeden Kaffeeliebhaber mit seinem vollmundigen Geschmack.

Folgendes benötigst du:

  • 2 gehäufte EL fein gemahlenes Mokkapulver
  • 1 Prise Kardamompulver
  • 2 TL Zucker
  • Mokkakanne

So bereitest du den arabischen Mokka zu:

 

  1. Zucker mit ⅛ l Wasser in der Kanne mischen. Danach Kaffeepulver und Kardamom beimengen und unter ständigem Rühren erhitzen.
  2. Sobald sich Schaum an der Oberfläche bildet (Achtung – die Flüssigkeit darf nicht kochen!), kannst du die Kanne vom Herd nehmen und ein ⅓ davon in eine Tasse geben.
  3. Die Kanne wieder auf die heiße Herdplatte stellen und den gesamten Prozess wiederholen. Den Rest in die Tasse füllen – genießen!
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Den perfekten Verführer zubereiten

Ein Kaffee aus der Espressomaschine zubereiten ist schon eine tolle Sache. Aber jetzt zeigen wir dir mal, was wie du mit dem richtigen Rezept zum echten Verführer wirst. Du brauchst:

  • 2 Esslöffel löslichen Kaffee
  • 2 Esslöffel Zucker
  • 2 Gewürznelken, fertig gestoßen
  • Eine halbe Chilischote
  • 2 Esslöffel kaltes Wasser
  • 1 Messerspitze Zimt
  • 1 Messerspitze Ingwer
  • 200 Milliliter steife Schlagsahne
  • 2 Tassen frischen, heißen Kaffee
  • 60 Milliliter Tequila

Du schlägst Wasser zusammen mit dem Zucker und dem Kaffeepulver so lange, bis du einen schönen, gleichmäßigen Schaum hast. Darin gibst du die Nelken, das Zimt, das Chili und die Sahne. Das ganze schlägst du nochmal schön schaumig. Den Schaum löffelst du in zwei Tassen. Darauf gießt du den frischen Kaffee. Schließlich gibst du noch jeweils 30 Milliliter Tequila hinzu – fertig.
Wenn normaler Kaffee die Wärme in dir weckt, dann bekommst du mit diesem Rezept das Feuer dazu!

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