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Mokkakanne | Was du vor dem Kauf wissen solltest!

Verwendung | Vor- und Nachteile | Pflege-Tipps

Cappuccino, Latte Macchiato, Americano oder Mokka – Kaffeehäuser bieten heutzutage eine Vielzahl an Kaffeespezialitäten in allen möglichen Variationen. Die wenigsten wissen wohl wirklich, was dabei eigentlich die Unterschiede sind. Hauptsache es schmeckt gut und macht uns munter! Obwohl der Mokka unter den Kaffeeliebhabern bereits viel Bekanntheit erreicht hat, herrschen dennoch zahlreiche Unklarheiten: Was ist denn überhaupt Mokka? Espresso oder Mokka – gibt es da überhaupt einen Unterschied? Ist der äußerst beliebte Moccachino der moderne Mokka? Und wie schaffe ich es, in einer Mokkakanne einen leckeren Kaffee zu zaubern? Wir geben dir die Antworten auf deine Fragen und zeigen dir Tipps und Tricks, wie du den perfekten Mokka herstellst.

Klassische Mokkakanne & elektrische Mokkakanne

Die Mokkakanne kann je nach Ort und Zubereitung verschiedenste Namen tragen. Ob italienischer Caffettiera, türkischem Ibrik oder griechisches Briki – viele Kaffeeliebhaber meinen, dass sich die Aromen nur in der traditionellen Kanne so richtig entfalten können.

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Übrigens: Bei der ursprünglichen Zubereitung, wurde der Mokka in der offenen Glut oder sogar auf heißem Sand hergestellt.

Klassische Mokkakanne

In vielen Haushalten gehört die traditionelle Zubereitung des Mokkas mit der klassischen Kanne zum guten Kaffeegeschmack. Nicht umsonst, zählt die traditionelle Form der Kaffeezubereitung zu den UNSESCO-Weltkultureben.

Der Kaffee wird normalerweise in einem Stielbecher aus Messing gekocht. Das extrem feine Pulver wird gemeinsam mit dem Wasser ungefiltert darin erhitzt.

Dadurch bleibt immer ein Kaffeesatz in der Tasse zurück, der gerne zum Wahrsagen verwendet wird. In Italien findet man wohl fast in jeder Küche eine Caffetiera. Die italienische Mokkakanne besteht aus drei Teilen, wodurch das Pulver nicht direkt im Wasser ausgewaschen wird, sondern im Dampf.

Elektrische Mokkakanne

Kaffeeliebhaber, die zwar eine Schwäche für Mokka haben, für die Tradition dahinter allerdings eher weniger Begeisterung aufweisen können, erhalten den Kaffeegenuss auch dank elektrischer Mokkakannen.

Die Vor- und Nachteile

Mag man anfangs vielleicht sogar glauben, dass die klassische Mokkakanne schwer zu handhaben ist, sind diese Zweifel nach dem ersten Kaffeegenuss garantiert verflogen. Die Kocher sind nämlich sehr einfach in der Bedienung und können ohne großer Einschulung von jedem problemlos betrieben werden. Des Weiteren benötigt die klassische Mokkakanne keinen Strom und kann so mit kleinen Gasbrennern auch ganz einfach unterwegs genutzt werden. Sparfüchse aufgepasst! Die Kanne ist schon für kleines Geld erhältlich. Allerdings musst du bei der klassischen Mokkakanne beachten, dass du sie nicht aus den Augen lassen darfst! Denn die Kanne muss rechtzeitig vom Herd genommen werden, sonst kann der Kaffee schnell bitter werden. Bei vielen Menschen herrscht auch Skepsis gegenüber des Aluminiums: dieses soll ja bekannterweise gesundheitsgefährdend sein. Wer zu faul ist, den morgendlichen Kaffee traditionell in einer klassischen Mokkakanne zuzubereiten, findet Abhilfe in einer elektrischen. Die elektrischen Mokkakannen können gleichzeitig eine größere Menge des Heißgetränkes erzeugen und diese auch für einen längeren Zeitraum warm halten. Genuss auf Knopfdruck: während der Kaffee brüht, hast du genug Zeit, dich anderen Sachen zu widmen. Wie viel Tradition bei Mokka aus der elektrischen Mokkakanne letztendlich erhalten bleibt, liegt wohl im Geschmack und der Ansichtssache der Konsumenten.

Unterschiede im Geschmack

Viele wahre Kaffeekenner verachten die Zubereitung mit einer elektrischen Mokkakanne. Der Mokka könne dadurch seine Aromen nicht richtig entfalten, der fertige Mokka habe einen künstlichen Plastik-Beigeschmack und der Schaum sei ein absoluter Reinfall.

Man sagt, dass der Geschmack des traditionellen Mokkas aus Italien eine Mischung aus Espresso und Filterkaffee sei. Aufgrund des geringen Betriebsdrucks von nur 3 bar, könne allerdings keine echte Crema entstehen. Hier kann eine elektrische Mokkakanne schon für eine gute Abhilfe sorgen.

Bestandteile der Mokkakanne

Der “wahre” Mokka stammt aus der türkischen beziehungsweise arabischen Mokkakanne. Cezve oder Ibrik sind normalerweise trapezförmig und werden nach unten hin ein wenig breiter. Sie verfügt über einen langen Stiel, der zugleich auch namensgebend ist (Stielkanne). Im arabischen Raum hat die Mokkakanne oftmals wunderschöne Verzierungen, die in der Küche einen wahren Hingucker darstellen.Traditionellerweise sind die Mokkakannen aus Kupfer und haben extrem dünne Wände und eine zierliche Maße. Heutzutage gibt es allerdings auch schon weitaus günstigere Kannen aus Aluminium. Diese werden allerdings aufgrund des verwendeten Materials oft kritisiert.

Die Zubereitung des Kaffees in der klassischen Mokkakanne ist für viele Kaffeeliebhaber in Italien ein echtes Muss. Normalerweise besteht die italienische Mokkakanne, auch Caffetiera genannt, aus folgenden Teilen:

  • Sieb
  • Dichtung
  • Siebtrichter
  • Kannen-Oberteil
  • Kannen-Unterteil

Das Design der italienischen Mokkakanne ist achteckig und stammt vom italienischen Designer Alfonso Bialetti. Wurde die Caffetiera früher nur aus Aluminium hergestellt, gibt es mittlerweile sogar viele Modelle aus Edelstahl.

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Übrigens: Viele Kaffeeliebhaber meinen, dass der italienische Mokka sich nicht mit dem türkischen beziehungsweise arabischen vergleichen lässt. Da die Mokkakannen aus Italien nämlich auf Dampfdruck setzen, können die Brühtemperaturen nicht wirklich kontrolliert werden, wodurch die Flüssigkeit schnell zu heiß und der Kaffee zu bitter wird.

Verwendung & Funktionsweise der Mokkakanne

Bei der arabischen beziehungsweise türkischen Mokkakanne werden Kaffee und Wasser gemeinsam in einem Behälter aufgekocht. In den meisten Ländern wird diese Flüssigkeit dann noch mit Zucker, Kardamom, Nelken, Zimt oder anderen Gewürzen gemischt. Wenn der Mokka zum ersten Mal aufkocht, bildet sich Schaum an der Oberfläche. Nun muss die Kanne kurz von der Herdplatte genommen und der Schaum in eine Tasse gegeben werden. Jetzt kannst du den Kaffee in der Mokkakanne nochmals aufkochen lassen, bevor du die restliche Flüssigkeit in die Tasse gibst. Traditionell enthält eine Tasse mit Mokka übrigens in etwa 60 bis 90 ml Kaffee.

Bei der italienischen Mokkakanne wird zunächst Wasser in den Wasserspeicher gefüllt. Danach gibt man Kaffee in den Filter. Durch das Erhitzen auf der Herdplatte entsteht Dampf, welcher durch das darüber liegende Kaffeepulver gepresst wird und dadurch in einer Steigleitung aufsteigt. Am oberen Ende der Caffetiera kondensiert der Dampf wieder zurück zu Wasser. Daraufhin läuft der bereits gebrühte Kaffee die Steigleitung außen herab und sammelt sich in der oberen Kanne.

Pflege-Tipps

Die manuellen Espressomaschinen bestehen aus reinem Aluminium oder aus Edelstahl. Beide Materialien halten ewig. Das einzige Verschleißteil ist der Gummiring, der zwischen den beiden Hälften sitzt. Wenn beim Kochen der Kaffee an der Seite heraus läuft und die Kanne garantiert fest genug zu gedreht ist, dann muss der Gummi ersetzt werden. Im Innern des unteren Tanks kann sich mit der Zeit Kalk ansammeln. Das kannst du mit Essig-Essenz ganz einfach wieder weg bekommen. Füll den Tank mit Essig-Essenz auf und lass ihn über Nacht stehen. Der Kalk ist am nächsten Morgen verschwunden. Spüle die Kanne gründlich aus, damit dir auch der nächste Kaffee wieder schmeckt. Das Aluminium kann mit der Zeit etwas nachdunkeln. Wenn du unbedingt möchtest, kannst du die Kanne mit Aluminium-Politur auf Hochglanz wienern. Das ist mit ein paar Handgriffen erledigt und du machst damit mächtig Eindruck. Spüle den Espressokocher nur per Hand. Das ist nicht nur sinnlicher, das hält auch den Geschmack besser.

Welches Kaffeepulver wird verwendet?

In der klassischen türkischen beziehungsweise arabischen Mokkakanne wird normalerweise Kaffee aus dem Jemen oder Äthiopien verwendet. Prinzipiell kann aber eigentlich jeder Kaffee verwendet werden, solange er extrem fein (staubfein) gemahlen wurde.

Das perfekte Kaffeepulver?

Vollmundiger Geschmack und unglaubliche Aromen – der traditionelle Mokka überzeugt mit seiner besonderen Note und bringt uns allen den Orient ein Stückchen näher. Die Mokkakaffee aus Äthiopien begeistert vor allem durch eine kräftige Kakaonote und leckeren Fruchttönen. Je nach Anbaugebiet, kann das Kaffeepulver auch florale oder gar jasminähnliche Aromen aufweisen. Wusstest du eigentlich, dass der äthiopische Mokka eine große Menge an Perlbohnen enthält? Diese gelten als sehr hochwertig und werden teurer gehandelt als herkömmliche Kaffeebohnen.

Welches Pulver ist für die Mokkakanne geeignet?

Wenn du möchtest, dass die türkische beziehungsweise arabische Tradition in deinen eigenen vier Wänden Einzug erhält, bist du wohl am besten in einem Supermarkt der Türken oder Araber bedient. Meistens wird Mokka nicht aus sortenreinem Mokka-Kaffee hergestellt. Wie gesagt enthält der Kaffee sogenannte Perlbohnen. Die wichtigste Voraussetzung für Pulver für die traditionelle Mokkakanne, ist der extra feine (staubfeine) Mahlgrad. Gerne werden dem Mokka unterschiedliche Gewürze wie Kardamom, Nelken, Zimt, Rosenwasser und am liebsten eine Menge Zucker beigemengt.

Tipps & Tricks zur Verwendung von Kaffeeresten und Pulver

Da Wasser und Kaffeepulver beim arabischen beziehungsweise türkischen Kaffee in einem Behälter gekocht werden, bleibt auch immer ein Kaffeesatz in der Tasse zurück. In vielen Ländern – vor allem aber in der Türkei – wird dieser zum Voraussagen der Zukunft verwendet.

Beim Wahrsagen mittels Mokka wird der übergebliebene Kaffeesatz, geschützt von einer Untertasse, in der Tasse gut durchgeschüttelt. Anschließend dreht man die Tasse um. Nun kannst du das durch den Kaffeesatz entstandene Muster versuchen zu lesen und zu deuten.